Vorstellung eines FITKIDS-Standortes: Düsseldorf Sozialdienst katholischer Männer und Frauen e.V. Düsseldorf

Rede und Antwort stand uns Brigit Schmitz, Leitung Fachbereich Drogenhilfe

Seit wann ist Ihre Beratungsstelle Fitkids-Standort und was hat sich seitdem positiv verändert?

Wir hatten Anfang September 2015 unser erstes Treffen mit den FitKids-Kolleginnen in unserer Beratungsstelle zur Standortanalyse. Wir haben uns auch zuvor schon mit der Frage beschäftigt, wie es Kindern aus suchtkranken Familien wohl geht und bieten seit 2013 auch selbst eine Gruppe für Kinder aus diesen Familien an.

Meist haben wir uns dieser Frage nach den Kindern aber zu dem Zeitpunkt gestellt, wenn‘s den Kindern schlecht zu gehen drohte. Dann haben wir alle notwendigen Schritte eingeleitet, uns gegebenenfalls auch gegen den Willen der Eltern für das Kindeswohl eingesetzt. Durch FitKids sind die Fragen nach den Kindern und die Sicht auf sie für uns nochmal selbstverständlicher geworden und – ich habe den Eindruck – wir beziehen die Kinder frühzeitiger mit ein – schauen, wie es ihnen geht, freuen uns, wenn es Kindern und Eltern gut miteinander geht und greifen immer noch ein, wenn wir den Eindruck haben, die Kinder sind eben nicht gut versorgt. Kindeswohl ist für uns inzwischen nicht mehr vorrangig Kinderschutz, sondern Unterstützung der Eltern und Einbeziehung der Kinder. Das hat dafür gesorgt, dass das Thema weniger schwermütig ist, und auch positive Geschichten bemerkt und gewürdigt werden.

Inzwischen können wir uns vorstellen, uns ganze Vormittage mit der Frage nach Kindern aus Suchtfamilien zu beschäftigen und dass es dabei sogar sehr munter zugehen kann.

Was sind Ihre nächsten Ziele im Standort-Coaching?

Für dieses Jahr wollen wir unser kommunales Netzwerk erweitern – sprich Jugendamt, Jugendhilfe, und Anbieter früher Hilfen. Das wird vermutlich ein Jahresthema sein, da es bislang keine verschriftlichten Kooperationsvereinbarungen gibt. Das bietet aber auch die Freiheit, Dinge neu zu entwickeln.

Intern wollen wir unsere Kindergruppe weiter fortführen und die Zugänge in diese Gruppe verbessern. Das Elterncafé in Kooperation mit der Erziehungsberatungsstelle soll in diesem Jahr erstmalig für die Eltern von schulpflichtigen Kindern angeboten werden. Wie wir Eltern werben können und sie dabei unterstützen können, mit ihren Kindern das Thema Sucht zu besprechen, würden wir gerne konkret in den nächsten Coaching-Terminen besprechen.

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